Porzellan
Porzellan besteht natürlich nicht aus Gold sondern aus einer Tonsubstanz die „Kaolin“ genannt wird, desweiteren aus Feldspat und Quarz. Je nachdem wie diese Materialien miteinander gemischt sind, wird zwischen Hart- und Weichporzellan unterschieden, die jedoch nichts mit der Festigkeit der Gegenstände zu tun haben. Die Unterscheidung ist in der Herstellung, bei der Auswahl der Brenntemperatur. Generell wird übrigens zwei mal gebrannt, zunächst wird der Schrüh- bzw Glühbrand vorgenommen, und dann eine Glasur aufgetragen, die beim zweiten Brennen dann schmilzt. Besonders edle Porzellan Service werden sogar drei mal gebrannt, dabei wird beim dritten mal Gold oder Silber auf die Tassen / Teller oder Schüsseln aufgebracht.
Obwohl das Brennen von Porzellan eine Kunst ist, war der Herstellungsprozess schon im Jahre 620 in China entwickelt, wenn gleich er unter Verschluss gehalten wurde, und in Europa erst rund 1000 Jahre später „entdeckt“ wurde. Zu dieser Zeit entstand auch das Geheimniss um das „Meißner Porzellan“ - Walther von Thirnhaus entdeckte die Kunst des Porzellanbrennens in Meißen, und die Meißner Porzellanfaktur konnte das Geheimnis ein halbes Jahrhundert lang behüten und für sich behalten. Selbst heute, wo es in jedem Supermarkt Porzellantassen und Teller zu kaufen gibt gilt Meißner Porzellan als besonders edel: eine bemalte „Sammeltasse“ kostet nicht selten über 150 Euro.
Das weiße Gold der Küche - Porzellan
Es gibt aber auch günstigeres Porzellan, wie es ein jeder im eigenen Küchenschrank hat: Tassen kosten meist ab einem Euro, und werden daher auch oft gleich in einem Service verkauft, das einen Satz Teller/ Tassen und Schüsseln beinhaltet, sowie Teekannen oder ähnliches.